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Nützlinge – so wird unser Freund zum Helfer

 Nuetzlingstag 2020

Der bessere Pflanzenschutz

Ein Schreckensbild für jeden Gärtner: Blattläuse tummeln sich an den taufrischen Rosenknospen, die Schnecken haben über Nacht von Basilikum und Salat genascht und Horden von Dickmaulrüsslern grasen die Pflanzen ab.

Findet man erste Spuren von Schädlingen auf seinen mit großer Sorgfalt gepflegten Kulturpflanzen, wird leider oft sofort an chemische Pflanzenschutzmittel gedacht. Als effektive, nachhaltige Alternative empfiehlt sich jedoch der Einsatz von Nützlingen. Neben Marienkäfern, Florfliegenlarven und Ohrwürmern zählen auch Wespen und Hornissen zu den Nützlingen. Sie füttern ihren Nachwuchs überwiegend mit pflanzenfressenden Insekten wie Raupen und Blattläusen. Andere aktive Schädlingsbekämpfer sind Vögel, Maulwürfe und Igel, aber auch Schwebfliegen, Schlupfwespen, Raubmilben, räuberische Nematoden und die Tigerschnecke.

Bei den Blumenschmuck Gärtnern wird nach der Methode des integrierten Pflanzenschutzes mit Nützlingen gearbeitet, um den Kunden möglichst unbelasteste Pflanzen anbieten zu können.

Seit über zehn Jahren steht das Team des Gartenbaureferats der Landwirtschaftskammer Steiermark den Gartenbaubetrieben in Sachen Nützlingsberatung zur Seite. Dabei wird die Schädlingsbekämpfung mit Nützlingen genau auf die einzelnen Betriebe abgestimmt.

Im Interview Teresa Miglbauer - Nützlingsberaterin der Landwirtschatskammer Steiermark

Wie muss man sich Ihre Arbeit als Nützlingsberaterin der LK Steiermark vorstellen?

Die Betriebe melden sich bei uns an und werden in den Produktionsmonaten im ca. 14- tägigen Abstand besucht und wir machen uns ein Bild über den Bedarf an Nützlingen. Mit dem Einsatz dieser Schädlingsvertilger können wir die Schädlinge nahezu vollständig reduzieren.

Was passiert, nachdem Sie den Bedarf festgestellt haben?

Nach der Bestandsaufnahme füllen wir eine detaillierte Bestellliste der benötigten Nützlinge für den jeweiligen Betrieb aus. Da es sich um lebende Tiere handelt muss darauf geachtet werden, dass diese umgehend nach Erhalt an ihrem „Arbeitsplatz“ eingesetzt werden! Wir leiten die Betriebe an, diese artgerecht und gezielt einzubringen um den höchstmöglichsten Erfolg zu erzielen.

Welche Nützlinge werden besonders oft eingesetzt?

Hauptsächlich benötigen wir Raubmilben gegen Thripse, andere Raubmilben gegen Spinnmilben, Erzwespen gegen Weiße Fliegen, (Schlupfwespen oder Florfliegen gegen Blattläuse) Hier gibt es schon sehr gut funktionierende Strategien. Wichtig ist, immer frühzeitig zu handeln und nicht erst wenn der Befall schon weit fortgeschritten ist.

Wenn es keine Schädlinge mehr gibt, sind dann die Pflanzen oder Früchte in Gefahr durch die Nützlinge?

Nein, mit ihnen werden die Schädlinge bekämpft und sie sind keine Gefahr für die Pflanze oder deren Früchte!

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung des Nützlingseinsatzes?

Er gehört heute zum Standard eines jeden modernen Gartenbaubetriebes und entwickelt sich absolut zufriedenstellend und zukunftsorientiert. In sehr vielen Gartenbaukulturen haben sich die spezielle Nützlingsprogramme mittlerweile fest etabliert.

Jedoch ist es in manchen Kulturen mehr als schwierig mit Nützlingen zu arbeiten, wie z.B. im Freibereich und nicht jeder Schädling kann mit Nützlingen bekämpft werden. Wünschenswert wäre, wenn sich noch mehr Betriebe am Nützlings-Controlling der Landwirtschaftskammer Steiermark beteiligen würden.

Was kann jeder Einzelne beitragen?

Gesunde Pflanzenvielfalt mit heimischen Pflanzen ist ebenso wichtig wie die Schaffung von natürlichen Lebensräumen und Rückzugsmöglichkeiten der Tiere im eigenen Garten. Um die Gesundheit der Pflanzen zu erhalten, gibt es eine Vielzahl an vorbeugenden Maßnahmen, die zur Stärkung von Pflanzen beitragen. Schachtelhalmbrühe, Komposttee, Ausgewogene Düngung, die Verwendung von natürlichen Ausgangsstoffen, z.B. Schafwollpellets, Kompost, ….

 

 

 

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